Lexikon Begriff Kommentar-Spam
Begriffserklärung für den Begriff "Kommentar-Spam"
Kommentar-Spam
Im Rahmen der Ausdifferenzierung des Web 2.0 nehmen Blogs eine immer wichtigere Rolle ein. Diese digitalen Tagebücher werden jedoch nicht nur von Privatpersonen, sondern auch von Unternehmen genutzt. Eine elementare Funktion von Blogs ist wiederum die Partizipation der Leser durch eine integrierte Kommentar-Funktion.
Als Kommentar-Spam werden also all jene Blog-Kommentare zusammengefasst, die nicht aktiv zum Blog beitragen und durch die der Verfasser einen Vorteil für sich herausschlägt. Dieser Vorteil wiederum liegt zumeist darin begründet, dass der Spammer einfach Werbung postet, die nichts mit dem eigentlichen Blogartikel oder generell gesagt dem Thema zu tun hat. Diese Werbung ist generell unerwünscht und kann somit definitiv als Spam definiert werden.
Eine weitere Möglichkeit, Kommentar-Spam zu betreiben ist, dass die Kommentare einfach vollgemüllt und mit komplett irrelevanten Texten oder Mehrfachwiederholungen von Buchstaben versehen werden. Hierdurch entsteht ein Vorteil seitens des Spammers, da der Blog des „Opfers“ eben doch massiv unter diesen Kommentaren leidet. Nicht nur, dass sich Stammuser irritiert fühlen, da eben solche Kommentare im Blog auftauchen – auch der Betreiber selbst muss aktiv werden und Zeit in die Diagnose und Löschung derartiger Kommentar-Spam Beiträge investieren. Der Vorteil des Spammers ist also der Nachteil des Opfers.
In Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung ist Kommentar-Spam auch von höchster Relevanz. Viele Blogs nutzen zwar noch Kommentare, deren Links per rel=“nofollow“ Attribut von der Indizierung durch Suchmaschinen ausgeschlossen sind – aber dennoch gibt es viele Blogs, die eben vollwertige und nicht entwertete Links anzeigen. Verfasst also ein Spammer einen Kommentar und trägt etwas ein, was der Offpage-Optimierung seiner Seite dient, so ist dies als Kommentar-Spam zu betrachten.
Ein typisches Beispiel hierfür ist z.B. der Username „Kredit“ und die Verlinkung auf die Kredit-Webseite des Spammers. Hier ist ganz deutlich, dass der Kommentar nicht aus Gründen der Partizipation oder des Interesses gegenüber dem Blog geschrieben wurde, sondern einfach nur, um die Linkpopularity der eigenen Webseite im heiss umkämpften Finanzbereich zu steigern.
Da Kommentar-Spammer i.d.R. nicht 1,2 Kommentare in unterschiedlichen Blogs schreiben, sondern zumeist eben doch mehrere 100 derartige Kommentare verfassen, ist die Anzahl der dadurch generierten Links eben doch nicht irrelevant. Selbst wenn man die Anzahl der nachträglich gelöschten Kommentare subtrahiert, kommt immer noch eine stattliche Summe an Links zusammen.
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