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Als SEO hat man es nicht leicht. Einerseits wird man deshalb engagiert, weil Dinge im Argen sind, die definitives Optimierungspotential beinhalten. Andererseits wird man von Technikern, Grafikern und Managern immer unter Druck gesetzt, die mühevoll erarbeiteten Layouts, Corporate Identities und Designs ja nicht anzufassen.
Genau hier zeigt sich das wahre Können des (für Endkunden arbeitenden) SEOs. Beide Parts sind zu berücksichtigen. Einmal natürlich die Wünsche des Kunden, andererseits natürlich auch die Suchmaschinenfreundlichkeit der bisherigen Webseite(n) und die Usability.
Ziel einer umfassenden Optimierung ist es meiner Meinung nach nicht, mit einer schlecht gestalteten oder unendlich simplifizierten Webseite in top Platzierungen rumzuschwimmen. Dadurch wird viel Optimierungspotential schlichtweg verdeudet! Auch kann es nicht Ziel der Optimierung sein, vorhandene Layouts von Grund auf neu zu gestalten (außer in Ausnahmefällen), denn vorhandene CIs & Co haben jahrelang positiv auf den Kunden und insbesondere auch potentielle Neukunden gewirkt und kommunizieren nicht nur ein Höchstmaß an "Wohlfühlklima" und "Vertrautheit", sondern eben auch an Sicherheit. Und - seien wir doch mal ganz ehrlich: eines der Haupt-Probleme des Internets ist nun einmal die Kombination aus diesen Faktoren. Interessenten haben Angst und die kann man präventiv beseitigen. Eine Optimierung darf aber auch nicht darauf hinauslaufen, dass man als SEO unbedingt alle Bestandteile einer Webseite 1/1 in eine optimierte Version übernimmt und dann - um die fehlenden Onpage-Maßnahmen auszugleichen - irgendwelche zusätzlichen Linkfarmen, Texte etc, integriert, die keinen Kunden auch nur peripher interessieren.
Da sich meine Erfahrungen im Beratungs-Sektor sehr gut auch auf eigene Webseiten transferieren lassen - anbei ein paar Grundregeln "guter" Onpage-Optimierung:
1.) Usability geht vor! Optimierungspotentiale lassen sich nur ganzheitlich erschließen. Genau deshalb muss immer ein Kompromiss geschlossen werden, bei dem ggf. das Layout um wenige Prozent anders gestaltet wird, als es bisher war und schon hat man ein hervorragendes Grundgerüst für eine hervorragende Optimierungskampagne.
2.) Onpage-Optimierung sollte immer dezent sein. Seien wir doch mal ehrlich: hier ein bisschen interne Verlinkung, da ein paar Überschriften schon war es das auch schon; im sichtbaren (!) Bereich jedenfalls. Darauf kann man die Onpage-Optimierung auch problemlos reduzieren ohne wirkliches Potential zu vergeuden.
3.) Gute Texte und insbesondere auch eine große Anzahl an Texten bzw. Unterseiten sind elementar für eine gute Onpage-Optimierung. Bezüglich der Usability muss das nicht unbedingt zu Problemen führen. Im Gegenteil. Der erfahrene SEO weiß sehr genau, wo man welche Texte - respektive Unterseiten - unterbringen kann, ohne (!) dass ein Usability-Nachteil entsteht. Im Gegenteil. Texte schaffen Mehrwerte. Wenn diese richtig platziert sind, dann ist das ein großes Plus für die Usability.
4.) Usability rechtfertigt keine Mittel, die als Täuschungsversuch im Sinne der Google Richtlinien gedeutet werden können! Potentiell gefährliche Faktoren wie beispielsweise doppelte Inhalte (duplicate content) sind immer im Vorfeld zu entfernen. Sofern aus Gründen der Usability etwas gegen die Entfernung spricht, so reicht ein rel=nofollow Attribut oder ein Metatag robots mit "noindex,follow" definitiv aus, um dem Spuk ein Ende zu bereiten ohne, dass die Usability gefährdet wird.
5.) Puristisch ist nicht immer gleich benutzerfreundlich! In vielen Bereichen erwarten Besucher definitiv ein gutes Layout! Auch, wenn dies grundsätzlich den Quelltext der Seite "aufzublasen" droht, so kann man dies problemlos per Umstellung auf CSS vermeiden.
6.) Der User steht im Vordergrund. Beachtet man vor lauter Onpage-Optimierung nicht mehr elementare Verhaltensweisen wie z.B. den Blickverlauf, so führt dies zu massiven Nachteilen für die Webseite des Kunden. Diese Nachteile wirken sich Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat aus und führen "unter dem Strich" an Jahresende zu mehrprozentigen Umsatzeinbußen auf Kundenseite. Soetwas darf (!) definitiv nicht passieren und hat - sofern die Umstrukturierungen nur aus SEO-Gründen erfolgen - ausschließlich Nachteile.
7.) Vor lauter SEO nicht den Kopf verlieren! Ich sehe immer wieder Unternehmen, die ihre ach so tollen Sitemaps an prominenter Stelle ihrer mehrere 1000 Seiten starken Präsenzen platzieren. Das gibt einfach keinen Sinn! Ich kenne keinen User, der eine Sitemap zur Navigation nutzt! Sitemaps sind grundsätzlich Relikte aus der Zeit des nicht vorhandenen PHP-Webspace und sind aus der Tatsache resultiert, dass einfach nicht jede Webseite über eine gute (!) Suchfunktion verfügen konnte. Heutzutage kann praktisch jede Seite mit einem Suchfeld ausgestattet werden. Hier sucht der moderne User und nicht via Sitemaps! Derartige Sitemap-Links gehören meiner Meinung nach immer (!) in den Footer - es sei denn (und jetzt kommt's) - eine Änderung des Links würde die Änderung des Layouts nach sich ziehen, was unter Abwägung des Aufwandes dazu führen kann, dass dies einfach unwirtschaftlich ist.
8.) Optimierung soll das Optimum herausholen. Ein Optimum schafft man aber nicht dadurch, dass die Seite einfach nur "oben" steht. Ein Optimum kommt immer durch ausführliche Beratung und Betreuung zustande. Dies gibt insbesondere deshalb Sinn, weil viele Kunden ihre Webseiten kontinuierlich umstrukturieren. Hier ein bisschen neue Inhalte, da etwas verändert und dann vielleicht noch eine neue Hardware-Struktur oder gar ein neues Layout. All diese und noch viele weitere Faktoren können zu potentiellen SEO-Knackpunkten und natürlich auch zu Problem bzgl. der Usability führen. Betreuung bedeutet einfach, dass man die Benutzerfreundlichkeit und die Optimierung dauerhaft gewährleistet und sollte immer dazu gehören.
Fazit: es muss nicht zwangsläufig eine SEO-Usability Schere geben. Strukturierte Planung und organisierte Realisation in Verbindung mit guter Kommunikation kann sehr wohl zu top optimierten und ebenso benutzerfreundlichen Webseiten führen - und dies eben auch ohne große Einschnitte bzgl. Usability machen zu müssen oder kostspielige Umstrukturierungen inkauf nehmen zu müssen.
So. Ich hoffe, diese Punkte helfen Euch bei der Suchmaschinenoptimierung und natürlich auch bei der Optimierung der Usability weiter und freue mich natürlich auch über Feedback.
Beste Grüße
Manuel Fuchs _________________ Unverbindliches Angebot für professionelle Suchmaschinenoptimierung mit Abrechnung auf Erfolgs-Basis
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